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Nennt es nicht "Yoga"

Die Yogabranche ist in der Krise - in einer tiefen Existenzkrise. Und sie spaltet sich immer mehr. In diejenigen, die sich hauptsächlich für die Asanas mit etwas Pranayama und Möchtegern-Meditation zum Wohlfühlen interessieren und die Hardcore-Yogis, die alles bis zum Extremen ausprobieren wollen und mit aller Gewalt Samadhi und Erleuchtung und am Besten noch mit perfektem Kundalini-Aufstieg verbinden wollen. Vor allem wird gerade in diesen Corona-Zeiten klar, wie sehr dies alles im Verborgenen schon seit mindestens 15 Jahren gärt und jetzt so richtig klar wird, was Yoga "nicht" ist. Yoga ist KEIN Allheilmittel für alles. Yoga ist KEIN Zauber gegen böse Mächte. Yoga ist KEIN Sport. Yoga ist KEIN Entspannungsritual. Yoga bedeutet grob übersetzt 'Joch' und wird oft weiter übersetzt mit 'Einheit'. Yoga bedeutet 'arbeiten' an sich selbst. Tiefer graben und Schichten einer Persönlichkeit abtragen um an den Kern, das Wesen, Atman (ewiges SEIN) sich zu erINNErn. Ramana Maharshi's ewige und immer noch aktuelle Frage "Wer bin ich?" als einzige yogische Frage, die jeden zu DEM führt, WAS IST. Patanjalis 8 Stufen des Yoga und seine Sutras gewillt sein sie nicht nur zu lesen, sondern alles, was er aufschrieb mit dem eigenen Erleben, dem eigenen Erfahren zu DURCHleben und somit lebendiges Wissen weiterzugeben. Das macht einen wahrhaftigen YogaLEHRER aus. Wer einmal wirklich Yoga in sich be_griffen hat und spürt, wie Yoga wirkt und lebt, kann nicht mehr das Leben so weiterführen wie bisher. Es ändert sich einfach schlagartig ALLES im Leben. Yoga hilft und dient dem Entschleiern der Maya (Illusion) und zeigt uns Leela (Spiel des Lebens) wie sie ist. Schärft unsere Sinne, unseren Blick zwischen und hinter die Kulissen. Wir lernen zu unterscheiden und dadurch eben nicht mehr leichtfertig zu verurteilen und zu bewerten nach Gefühl. Yoga ist mehr als nur den Körper schulen und bewegen. Das ist nur eine Randerscheinung und ein 'Nice-To-Have' und wir profitieren davon. Der eigentliche Yoga-Weg geht tiefer in die tiefsten Katakomben unseres bisherigen und anderen Leben die wir alle sind und waren. Yoga ist ei Weg von Vielen zur EINen Quelle. Wie diese Quelle sich nennt, ist variabel und abhängig vom Weg, den wir alle gehen. Es gibt niemanden, der keinen Weg geht. Solange Du in diesem Körper bist, wirst Du immer gegangen und Yoga kann helfen, darauf zu vertrauen, dass jeder Weg immer der stimmige Weg ist, da es keinen gibt, der Dich mehr lenkt als DU SELBST.




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